Powder Tipps vom Freeride Profi

Powderalarm in Stubai – Insider Interview mit Freeride-Profi Patrick Ribis

Patrick Ribis - Guide beim Freeride Center Stubai

Patrick Ribis ist Bergführer und Profi wenn es um Powder geht. Er arbeitet im Freeride Center des Stubaier Gletschers. Täglich hat er mit neuen Schneekonditionen zu arbeiten und bringt seinen Kursteilnehmern  den „sicheren“ Spaß am Powder näher.

Für uns hat er sich Zeit genommen um 5 Fragen über Powder und Freeriden zu beantworten. Zum Schluss nennt er dir hilfreiche Safety Tipps, die du unbedingt kennen solltest.

 

Frage 1: Die Saison kann losgehen: Hast du für uns ein paar Tipps für den perfekten Powderstart und Packliste?

Im Herbst sollte man sich auf der Piste vorbereiten und die Kraft in den Beinen sammeln, dann hat man in der Saison mehr davon. Ein Schi Technik Training ist eine Investition in den Spaß damit man dann in den wechselnden Schneebedingungen abseits der präparierten Pisten klar kommt. Wenn es die Verhältnisse zulassen und genug Schnee da ist, dann geht‘s los im Gelände. Dann braucht man die obligatorische Sicherheitsausrüstung wie Schaufel, Sonde und LVS Gerät am besten verpackt in einem Airbag Rucksack. Da Freeriden doch recht gefährlich sein kann sollte man sich direkt an einen Profi wenden, damit man das Erlebnis auch in vollen Zügen genießen kann.

 

Frage 2: Warum macht das Freeriden dich so glücklich?

Es ist die Leidenschaft der Berge, des Powders und die Freiheit die eigene Line durch den Pulverschnee zu ziehen. Beim Freeriden kann ich abschalten und mich voll und ganz auf die Natur und die Verhältnisse am Berg konzentrieren. Freeriden ist für mich der schönste Sport der Welt und vor allem der Reiz der  unberührten Winterlandschaft zieht mich immer wieder in den Powder.

 

Frage 3: Warum ist das Stubai für dich die perfekte Powderregion?

Das Stubai und vor allem der Stubaier Gletscher sind für mich eines der besten Freeride Gebiete weil für jeden etwas dabei ist. Egal ob als Rookie auf den weiter Gletscherhängen, oder Pro in den steilsten Faces, hier findet jeder Lines zu glücklich werden. Auch im vorderen Stubai findet man in den kleinen Schigebieten feinste Treelines und coole Rinnen mit Dolomiten Charakter. Das Stubai bietet somit alles was das Freeride Herz begehrt. Hier ist mein Zuhause und ich kann mich glücklich schätzen hier geboren zu sein.

 

 

 

Frage 4: Du gibst ja spezielle Freeridekurse für wen sind diese geeignet?

Als erstes Freeride Center im Stubai bieten wir für jeden etwas! Mit uns kann man getrost ins Freeriden einsteigen denn wir bieten tägliche Freeride Kurse für Anfänger am Stubaier Gletscher, auch für Fortgeschrittene und Profis bieten wir spezielle Touren im Hochalpinen Gelände welche garantiert für eine anständige Portion Adrenalin sorgen. Speziell unsere Ausbildungs Camps vermitteln euch die essentiellen Skills zum Freeriden, egal ob Lawinentrainings oder Seiltechnik Camps, bei uns lernt ihr  die Tipps und Tricks der Freeride Profis.


>> Link zum Freeride Center Stubai

 

Frage 5: Welche Safety Tipps sollte man im Powder beachten?

 

  • Langsam beginnen – Chicken Lines gibt es fast überall
  • Nur bei guten Sichtverhältnissen fahren, die meisten Unfälle passieren bei schlechter Sicht.
  • Ein solider Wetter und Lawinencheck ist obligatorisch, die richtige Interpretation und Reaktion darauf ist ebenfalls verpflichtend.
  • fluidity, style and safety – also flüssig, stylisch und kontrolliert fahren.
  • Nicht stürzen – Stürze sind uncool (Style), gefährlich (Lawinenrisiko steigt) und peinlich (Skier suchen)
  • Schon beim Liftfahren die Line „lesen“ und Orientierungspunkte merken
  • Aktiv fahren in der Mittellage (nicht zurücklehnen)
  • Air Time zählt – bei Felssprüngen nicht verhalten anfahren, schließlich wollt ihr hinter den Felsen landen
  • Freeriding ist Morgensport – also mit der ersten Gondel hoch.
  • In Kleingruppen fahren (2-3 Pers.), erhöht die Sicherheit und minimiert negative Gruppendynamik beim Freeriding (Überforderung Einzelner)
  • Einzeln von sicherer zu sicherer Stelle fahren (Safe Spot to Safe Spot Methode) – gibt Gelegenheit zum Fotografieren und man kann sich mit dem Freund über seine Abfahrt freuen.
  • Pausen zwischen den Rides machen – Liftfahren alleine ist zu wenig
  • Fahren solange es die Kondition zulässt – aber nicht länger. Nach ca. zwei Stunden brauchen die meisten eine Pause!
  • Freeriding bedeutet eigenverantwortlich im alpinen Gelände unterwegs zu sein!

 

Ein Tipp noch für alle Powder-Verrückten. Patrick hat einen eigenen Youtube Channel. Dort kannst du immer die neuesten Safety und Condition Tipps verfolgen.
>>Hier geht es zu Patrick’s Youtube Channel

Have fun in Stubai.

Und denk immer daran – SAFETY FIRST!

Lea 😉

Lea

Lea

Tirolerin mit einem großen Herz für ihre Heimat. Vom Beruf: Gastgeberin. Privat: Bergfexin und Powder addicted :)

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